© Thomas Heinrich, 2019.
19 Jahre alt
Aus Afghanistan
Wohnhaft in Leipzig
Schulische Ausbildung zum
Krankenpflegehelfer
bei der Berufsfachschule für Pflegeberufe
des VMKB e.V.
  Mein Name ist Abbas. Ich komme aus Afghanistan und bin seit 2015 in Deutschland. Mein erster Tag in Deutschland war etwas verwirrend, es gab kaum Empfindungen, da ich die deutsche Sprache nicht konnte. Sicher fühlte ich mich, das weiß ich. Nun habe ich eine Aufenthaltsgestattung und wohne in einer 2er WG, ziemlich zentral. Ich fühle mich sehr wohl. In meiner Freizeit treibe ich gern Sport, ich mache Fitness und fahre sehr gern Fahrrad. Ich interessiere mich sehr für das Zeichnen. Ich mache Bleistiftzeichnungen. Das Zeichnen hilft mir sehr das Vergangene zu verarbeiten. In der Schule war ich früher der Beste im Zeichnen und ich zeichne für mich selbst. Erfolgreich auf dem Weg in die Berufswelt. Berufliche Erfahrungen habe ich im Metallbau gesammelt. Ich habe die Schule bis zur 7. Klasse besucht. In Deutschland habe ich bereits zwei verschieden Praktika gemacht. Zunächst habe ich ein Praktikum im Metallbaubereich gemacht. Das ist ein einsamer Job mit Materialien, Werkzeugen und Maschinen, weniger mit Menschen. Ich wollte gern mit Menschen arbeiten. Also habe ich ein Praktikum im Altenheim gemacht und erkannt, dass dieser Beruf besser für mich geeignet ist. Da habe ich mit Menschen zu tun. Ich kann helfen und werde gebraucht. Die Praxis ist sehr interessant. Als Altenpflegehelfer muss ich viele Schritte der Pflege und Hygiene im direkten Umgang mit BewohnerInnen und PatientInnen im Altenheim und im Krankenhaus lernen. Es ist wichtig freundlich und empathisch zu ein. Das Soziale ist für diesen Beruf wichtig. Meine KollegInnen sind sehr empathisch und können nachvollziehen, dass mir einiges schwerfällt, da die deutsche Sprache nicht einfach ist. Der Schulalltag fällt mir manchmal schwer, aber ich bekomme Hilfe durch meine LehrerInnen und MitschülerInnen. Auch die Sozialbetreuung und die MitarbeiterInnen des Jugendamtes haben mir zu Beginn geholfen. Vor allem bei Formularen oder bei Bewerbungen brauchte ich Hilfe, die mir auch gewährt wurde. Zum RESQUE 2.0 Projekt bin ich durch den Kontakt von Frau Bran gekommen. Seitdem ich bei RESQUE 2.0 bin, nutze ich die individuelle Förderung, besonders die Unterstützung bei Problemen mit der deutschen Sprache und der Entwicklung der Fachsprache des Gesundheitsbereiches, wie zum Beispiel Vokabeln im Bereich Anatomie. Für die Zukunft. Ich möchte gerne in dem Beruf, den ich erlerne weiterkommen. Ich möchte mich weiter qualifizieren. Gern bleibe ich auch in Leipzig, ich lebe gern hier Leipzig im Juli 2018. 

ABBAS